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        <name>Überspannungsschutz.com</name>
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    <updated>2026-05-01T01:11:42+02:00</updated>
    
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            <title type="text">Ist Überspannungsschutz Pflicht?</title>
            <id>https://www.ueberspannungsschutz.com/wissen/ist-ueberspannungsschutz-pflicht</id>
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                                            Ja, Überspannungsschutz ist seit 2016 in Deutschland Pflicht! Wer Elektroanlagen und Verteilungen gemäß den aktuellen VDE-Normen -also auf dem Stand der Technik- errichten will, der muss Überspannungsschutz einbauen - spätestens dann wenn in dieser Elektroverteilung sensible E...
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                 Ja, Überspannungsschutz ist seit 2016 Pflicht für Elektroinstallateure, die ihre Elektroanlagen gemäß den  aktuellen VDE-Normen  errichten. Die Norm DIN VDE 0100-443 fordert: Überspannungsschutz muss vorgesehen werden,  wenn die Folgen der Überspannung Auswirkungen haben auf:  
  1.  Menschenleben , z.B. Anlagen für Sicherheitszwecke oder im medizinischen Bereich  2.  öffentliche Einrichtungen  oder Kulturbesitz, z.B. Ausfall für öffentlicher Infrastruktur  3.  Gewerbe- oder Industrianlagen , z.B. Hotels, Banken, Produktionsstätten, Landwirtschaft  4.  Ansammlungen von Personen , z.B. in Kinos, Schulen, Flughäfen, Statthallen, Messen, Kindergärten  5.  Einzelpersonen , z.B. in Wohn- oder Bürogebäuden,  wenn dort Betriebsmittel der   Überspannungskategorie I oder II   angeschlossen sind . Damit sind fast alle Elektroendgeräte gemeint, die einen Stecker haben.  
 Quelle: DIN VDE 0100-443 Absatz 4, Stand Oktober 2016 
 
 
 Seit wann ist Überspannungsschutz Pflicht? 
 Die heute gültige VDE-Norm für das &quot;Errichten von Niederspannungsanlagen&quot; DIN VDE 0100-443:2016-10  ist seit dem 1. Oktober 2016 gültig . 
 
 
 Für wen gilt Überspannungsschutz Pflicht? 
 Die Pflicht ergibt sich  für alle diejenigen ,  die  mit dem Stromnetz verbundene&amp;nbsp; Schaltanlagen wie zum Beispiel: Energieverteilungen, Hausanschlüsse, Zählerschränke oder Unterverteilungen  gemäß den VDE-Elektronormen  errichten, errichten lassen oder betreiben . 
 Die Forderungen der VDE-Elektronormen richten sich -interessanterweiße- an jeden Stromanschluss-Besitzer und an jeden Elektroinstallateure. Also nicht nur an die ausführende Hand - so wie das bei vielen anderen Fachnormen der Fall ist. Bei den VDE-Elektronormen geht es im Kern immer um die Sicherheit von Nutzern eines Stromanschlusses (z.B. auch für Kinder). Wegen des hochwertigen Sicherheitsaspektes gilt die Forderung zur Einhaltung der gültigen VDE-Normen nicht nur für Elektroinstallateure, sondern auch für den Anschlussinhaber. Das bedeutet: Eine vertragliche Ablehnung der Einhaltung der VDE-Normen ist nicht möglich, da beide Parteien aus unterschiedlichen Quellen zur Einhaltung der VDE-Normen verpflichtet werden. 
 
 
 
 
 
 
 Woraus leitet sich die Pflicht ab? 
 Es gibt  verschiedene und mehrere  Rechtsgrundlagen, die den jeweiligen Eigentümer der Schaltanlage und den Elektroinstallateur zur Anwendung der VDE-Norm verpflichten. Beispiel: Zu jedem Strom-Anschluss besteht immer auch ein sogeannanter &quot; Netznutzungsvertrag &quot; zwischen dem Stromanschlussinhaber (i.d.R. Eigentümer) und einem Netzbetreiber (i.d.R. Stadtwerke) . In dem Netznutzungsvertrag ist vertraglich die Einbindung des Energiewirtschaftsgesetz geregelt. In Deutschland sind die Betreiber einer Elektroanlage oder eines&amp;nbsp; Hausanschlusses mittelbar aufgrund §49 Energiewirtschaftsgesetz   (Link zum Gesetztext)   dazu verpflichtet, ihre Elektroanlage  normenkonform  zu errichten bzw. errichten zu lassen. Der Anschlussinhaber hat deshalb eine gesetzliche Pflicht zur Normenanwendung - hergestellt über den Netznutzungsvertrag in Verbindung mit dem Energiewirtschaftsgesetz.   Für Elektoinstalleure ergibt sich die Anwendung der VDE-Normen z.B. aus der &quot; Niederspannungsverordnung &quot; oder der &quot; Inbetriebnahmeanzeige &quot;. 
 Fazit: Es gibt mehrere Grundlagen die zur Anwendung der VDE-Normen verpflichten. Dabei ist es egal ob es sich bei der Schaltanlage um einen mannshohen Schaltschrank, um einen einfachen Hausanschlusskasten, Zählerschrank, Unterverteiler oder um einen kleinen Aufputzverteiler handelt: Die aktuell gültigen VDE-Normen sind bei allen Elektroanlagen anzuwenden die mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind. Stromanschlussinhaber, Elektroinstallateure, Schaltanlagenbauer und Errichter von Niederspannungsschaltanlagen sind gemäß VDE-Norm DIN VDE 0100-443 Abs. 4 zum Einbau eines Überspannungsschutz verpflichtet. 
  E-Installateure, Schaltanlagenbauer, Errichter müssen Kunden informieren:   
 Endkunden erwarten die Errichtung einer normgerechten und sicheren Elektroanlage auf dem heutigen Stand der Technik. Überspannungsschutz ist keine exklusive Sonderausstattung, sondern Stand der Technik, der wie ein Fehlerstromschalter, Leitungschutzschalter oder Brandmelder regelmäßig installiert wird. Deshalb gilt&amp;nbsp; für Elektroinstallateuere : 
  Überspannungsschutz immer vorsehen und anbietet - in jedem Angebot . Bei Nicht-Annahme weisen Sie ihren Kunden darauf hin, dass aufgrund des fehlenden Überspannungsschutz: 
 
 die Elektroinstallation und damit verbundene Endgeräte durch Überspannung zerstört werden können, 
 zusätzlich Brand- und Personenschaden möglich ist, 
 die Elektroinstallation nicht den aktuellen Regeln der Technik (aRT) entspricht 
 der Betreiber der neuen Elektroanlage gem. §49 Energiewirtschaftsgesetz dazu verpflichtet ist die Elektroanlage normativ so zu errichten (oder errichten zu lassen), das sie sicher ist.   
 
 Wer Überspannungsschutz installiert, handelt normativ korrekt und auf Basis der allgemein anerkannten Regeln der Technik. Wer Überspannungsschutz unterlässt muß sich im Schadensfall erklären und begründen warum. Haben Sie dazu Fragen: Rufen Sie uns an. Unsere Rufnummer sehen Sie in der Fußzeile.  Bedenken Sie: sollte Jahre nach dem Errichten oder dem Verändern der Elektroinstallation, das Leben oder das Eigentum eines Dritten (als Nutzer der Energieanlage) durch Überspannung verletzt werden, dann besteht unter Umständen ein Schadensersatzanspruch zwischen dem Nutzer der Energieanlage (z.B. zukünftiger Mieter/Mitarbeiter) und dem Betreiber der Energieanlage (z.B. Vermieter/Unternehmen),&amp;nbsp; in den der ausführende Elektroinstallateuer eingebunden sein könnte. 
 
 
 
 
       
 
 
 
 
 
 
 
 
   
 
 
 
 
 Exkurs: Norm vs Gesetz? 
 Kernfrage: Ist eine Norm ein Gesetz? Nein. Aber: Mehrere deutsche Bundesgesetze verweisen in ihrem jeweiligen Gesetzestext explizit auf die vom VDE e.V. geschriebenen Elektro-Normen. Durch diesen Verweis werden die Elektor-Normen des VDE e.V. mittelbar zum Gesetz. Ein Beispiel: 
 Elektroinstallationen die mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden sind, unterliegen dem deutschen Energiewirtschaftsgesetz. Das Energiewirtschaftsgesetz wird mittels dem Netznutzungsvertrag   (Link zur Muster-Präambel)   auch für den Anschussinhaber verpflichtent.&amp;nbsp; 
   § 49 Energiewirtschaftsgesetz fordert:     (Link zum Gesetz)   
 (1) Energieanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass die technische Sicherheit gewährleistet ist. Dabei sind vorbehaltlich sonstiger Rechtsvorschriften die  allgemein anerkannten Regeln der Technik  (aRT) zu beachten. 
 (2) Die Einhaltung der  allgemein anerkannten Regeln der Technik  wird vermutet, wenn (...) die technischen Regeln des Verbandes der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik e. V., (VDE) (...) eingehalten worden sind. 
 Durch diesen Verweis wird die VDE-Norm quasi zum Gesetz. 
 Das Energiewirtschaftsgesetz ist die&amp;nbsp; Grundlage woraus die aRT-konforme und somit VDE-Normenkonforme Ausführung gefordert wird. Weitere Verweise auf eine aRT-konforme Ausführung gemäß VDE-Normen kann es im freien Vertragsrecht, in der VOB/B, im BGB und Landes- oder Musterbauordnung geben. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Besteht Überspannungsschutzpflicht auch im Altbau? 
 Ja, die Pflicht zum Überspannungsschutz besteht auch in Altbauten - das hat aber nichts mit dem Gebäudealter zu tun. Relevant ist ob die Elektroanlage des Altbaus verändert wird. Wird eine Elektroanlage (egal ob im Alt- oder Neubau) verändert, dann gilt diese Veränderung immer als &quot;Erneuerung&quot;. Jede Erneuerung muß auf dem aktuellen Stand der Technik erfolgen. Allein schon um Menschen und Werte im Altbau den selben Brand- und Personenschutz zu gewähren, wie in einem Neubau, muß auch der Umbau einer alten Schaltanlage oder Verteilung nach den aktuell anerkannten Regel der Technik ausgeführt werden. Das bedeutet, das Gewerk ist gemäß der VDE-Normenreihe zu erstellen und das erfordert die Beachtung der Teilnorm VDE 0100-443 in der derzeit gültigen Fassung. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Gibt es eine Nachrüstpflicht für Überspannungsschutz? 
  Ja , wenn eine Elektroanlage verändert wird, dann ergibt sich eine Nachrüstpflicht, weil die Veränderung wieder auf Basis der aktuellen VDE-Elektronormen zu erfolgen hat. Zum Beispiel bei der Errichtung neuer Stromkreise, Energiespeicher, PV-Anlagen, Ladesäulen, usw. . 
  Nein , solange keine Veränderung an einer elektrischen Anlage stattfindet, solang hat die Verteilung Bestandsschutz. Das bedeutet, der heutige  Stand der Technik  muß  nicht ohne Anlass  nachgerüstet werden. Erst wenn eine Veränderung der Elektroanlage ansteht, dann müssen erneut die aktuellen Normen beachtet werden. 
 Wird zum Beispiel die ganze Elektroinstallation oder nur ein Teil der Stromverteilung eines Altbaues oder nur ein einzelner Stromkreis in einem Altbau-Haus verändert, dann muss diese technische Änderungen auf dem Stand der heutigen Normen ausgeführt werden. Die Elektroanlage kann nicht auf dem Stand der Normen aus der Gründerzeit des Hauses belassen werden. 
 
 
 
 
 Was sind Betriebsmittel der Überspannungskategorie I oder II? 
 Gemäß Norm müssen Elektroinstallateure in Wohngebäuden und Büros dann Überspannungsschutz errichten, wenn in diesen Gebäuden Betriebmittel der Überspannungskategorie I oder II errichtet sind (Quelle: VDE 0100-443:2016-10 Absatz 4 Nr. 5). Die nächste Tabelle zeigt typische Geräte der Überspannungskategorie I oder II.    
 
 
 
 Überspannungs-kategorie 
 Grober Merksatz zur Gerätezuordnung: 
 Bemessungs-stoßspannung: 
 Typische Geräte und Maschinen in dieser Überspannungskategorie: 
 
 
  I  
 Elektrogeräte die über einen externen  Trafo / Steckernetzteil  angeschlossen werden 
  maximal: 1.500 Volt  
 
   Dazu zählen z.B.:   Laptops, Monitore, Telefone, Switch, Festplatten-Dockingstations, Kassenterminals,&amp;nbsp; LAN-WLan-Router, Repeater, Tür-Video-Systeme, Überwachungskammeras, usw. 
 
 
 
  II  
 Elektrogeräte die einen  Kaltgerätestecker  besitzen 
   maximal:  2.500 Volt  
 
   Dazu zählen z.B.:   PC, Drucker, Fotokopierer, Telefonanlagen, NAS, Server, Laborgeräte, Heizungssteuerung, Temperaturregler, Kassensysteme, Brotbackautomaten, Toaster, Mikrowellen, Küchengeräte, SAT-Receiver, usw. 
 
 
 
 
 Es ist davon auszugehen, das in Wohngebäuden und Büros grundsätzlich Betriebsmittel der Überspannungsschutzkategorie I oder II an die feste Installation angeschlossen sind. 
 Warum gibt es in der Norm eine Bezugnahme zu den Elektro-Endgeräten und deren&amp;nbsp; jeweiligen Überspannungskategorie? Dies hat zwei einfache Gründe. 
  1.  Personen- und Brandschutz:  Diese sensiblen Elektro-Endgeräte verkraften aufgrund ihres Gerätedesigns und Auslegung keine größeren Überspannungen von mehr als 2.500 Volt. Höhere Überspannungen können in diesen Elektro-Endgeräten zu Personen- oder Brandschäden führen.  
 &amp;nbsp; 
  2.  Normenforderung mit Maß und Vernunft:  Die normative Forderung nach Überspannungsschutzmaßnahmen entsteht erst, wenn ein reales Risiko für Leib und Leben entstanden ist, z.B. nach dem Einbau der oben genannten Elektro-Endgeräte. Die Norm fordert nicht blind und pauschal überall Überspannungsschutzmaßnahmen. Es gibt Elektro-Schaltanlagen und Installationen in denen existieren (noch) keine Elektro-Endgerät mit der Überspannungssensiblen Klasse I oder II. Die Errichtung eines Überspannungsschutzes macht in diesem Fall mit Augenmaß und Vernunft keinen Sinn, da kein Gefahrenpotential vorhanden ist. Beispiel: eine Wohnung wurde neu errichtet, die Wohnung ist noch nicht verkauft und die Endnutzung ist noch unklar. Vielleicht werden es reine Lagerräume die nur mit Lichtschalter (= Gerät der Überspannungskategorie III) ausgestattet sind.  
 &amp;nbsp; 
 Mehr zum Thema Überspannungskategorien gibts   hier  . 
   
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                            <updated>2018-03-15T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Überspannungskategorien I,II,III,IV - Was ist das?</title>
            <id>https://www.ueberspannungsschutz.com/wissen/ueberspannungskategorie-1-2-3-oder-4</id>
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                <![CDATA[
                
                                            Die vier Überspannungskategorien I, II, III, IV teilen elektronische Geräte danach ein, wie robust oder empfindlich sie gegen Spannungsspitzen sind. Damit die Spannungspitzen den tolerierbaren Wert annehmen müssen Überspannungsschutzgeräte vorgeschalten werden.
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            <content type="html">
                <![CDATA[
                 Welche Überspannungskategorien gibt es: 
 In der VDE-Norm  DIN EN 60664-1   VDE 0110-1  werden vier Überspannungskategorien: I, II, III und IV beschrieben, die wir an dieser Stelle  vereinfacht wiedergeben .  Der Unterschied zwischen den vier Überspannungkategorien ist die Stoßspannungsfestigkeit, welche die Elektrogeräte besitzen. Entwickler von&amp;nbsp; Elektrogeräten legen mit der Auswahl der Elektro-Bauteile, der Leitungsquerschnitte, den Luft- und Kriechstrecken zwischen den Bauteilen, den Isolationsstoffen usw. fest, wie robust oder sensibel das Elektrogerät gegen Überspannungsspitzen ist. Dabei wird der Hersteller das Elektrogerät einer der 4 Überspannungskategorien zuordnen. Elektrogeräte der Überspannungskategorie I ertragen wenig Überspannungen (Stoßspannung).&amp;nbsp; Elektrogeräte der Überspannungskategorie IV vertragen höhere Stoßspannungen. 
 
 
  Überspannungs-kategorie  Grober Merksatz zur Gerätezuordnung:  Bemessungs-stoßspannung:  Typische Geräte und Maschinen in dieser Überspannungskategorie:  
 
 
 
 I 
 Geräte die einen externen  Trafo / Steckernetzteil  nutzen 
  1.500 Volt  
 
  Dazu zählen z.B.:  Laptops, Monitore, Telefone, Switch, Festplatten-Dockingstations, Kassenterminals,&amp;nbsp; LAN-WLan-Router, Repeater, Tür-Video-Systeme, Überwachungskammeras 
 
 
 
 II 
 Geräte die einen  Kaltgerätestecker  besitzen 
  2.500 Volt  
 
  Dazu zählen z.B.:  Haushaltsgeräte, tragbare Werkzeuge und andere Hausgeräte wie PC, Drucker, Fotokopierer, Telefonanlagen, NAS, Server, Laborgeräte, Heizungssteuerung, Temperaturregler, Kassensysteme, Brotbackautomaten, Toaster, Mikrowellen, Küchengeräte, SAT-Receiver etc. 
 
 
 
 III 
 Geräte die keinen Stecker besitzen, sondern direkt angeschlossen sind 
  4.000 Volt  
 
 Betriebsmittel in festen Installationen und für solche Fälle, in denen besondere Anforderungen an die Zuverlässigkeit und die Verfügbarkeit der Betriebsmittel gestellt werden,  dazu zählen z.B.:  Schalter in festen Installationen (FI-Schutzschalter) oder Geräte für industriellen Einsatz mit dauerndem Anschluss an die feste Installation (stationäre Motoren, CNC-Maschine). 
  oder:  Sicherungsautomaten, Steckdosen, Verteilerkästen, Schalter, Reiheneinbaugeräte, USV-Anlagen, Energiespeicher, Baukräne, Aufzüge, Drehbänke, CNC-Fräse, Ständerbohrmaschinen, Stanzen, Hebebühnen, Torantriebe, Herdplatten, Backöfen, etc. 
 
 
 
 IV 
 Geräte am Einspeispunkt der Elektroinstallation 
  6.000 Volt  
 Betriebsmittel für den Einsatz am Anschlusspunkt der Installation  dazu zählen z.B.:  Elektrizitätszähler und primäre Überstromschutzgeräte, Rundsteuergeräte, Hauptschalter 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Überspannungskategorie I, II, III, IV: Ursprung und Herkunft 
   
 Die Einteilung der Überspannungskategorien erfolgt in der Norm   DIN EN 60664-1     VDE 0110-1 . Diese VDE-Norm ist für   E-Geräte-Hersteller bzw. Maschinenentwickler  und behandelt die  Isolationsfestigkeit  der Elektrogeräte und Maschinen. Dabei geht es darum, wie eigensicher die Geräte bei Überspannungsspitzen sind, bzw. wie sie sich verhalten. Oft findet man in Bedienungsanleitungen Angaben zur Überspannungskategorie eines Gerätes. Die Festlegung der Überspannungskategorie ist auch abhängig davon, wo innerhalb des Niederspannungsnetzes (von der Strom-Freileitung bis zum Schreibtisch) ein Gerät / eine Maschinen betrieben wird. Abhängig vom zukünftigen Installationsort muß ein Gerät / Maschine darauf ausgelegt sein, größere oder kleinere Überspannungen (Spannungsspitzen) kurzzeitig tragen zu können. 
  Spannungsspitzen sind im Stromnetz unvermeidbar , treten häufiger auf und sind in der Lage Geräte zu zerstören. Für Geräteentwickler ist es wichtig ihr Produkt hinsichtlich der Isolationsfestigkeit zu testen und darauf auszulegen, dass Spannungsspitzen bis zu einer bestimmten Höhe das Gerät nicht zerstören. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Woher kommen Spannungsspitzen und transiente Überspannungen: 
 Die Netzspannung im europäischen Niederspannungsnetz beträgt 230 V (Phase-N) bzw. 400 V (Phase-Phase). Gemäß Norm EN 50160 Norm ist eine Abweichungen von ±10 % (also von 207 V bis 253 V) zulässig. Neben dieser Bandbreite kann es auch allkürzeste Spannungsspitzen von mehreren KiloVolt im Stromnetz geben.&amp;nbsp; 
 Spannungsspitzen werden auch als transiente Überspannungen oder kurz Transienten bezeichnet.  Sie entstehen durch einfache Schalthandlungen in elektrischen Stromkreisen oder sie entstehen durch elektrostatische Entladungen . Spannungsspitzen dauern oft nur für einen Zeitraum von Mikrosekunden. Beispiel: Kleine Spannungsspitzen entstehen im lokalen Stromnetz wenn ein Lichtschalter betätigt wird. Große Spannungsspitzen entstehen, wenn ein Netzbetreiber Stromleitungen umschaltet. Auch Blitzentladungen rufen transiente Überspannungen hervor. 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 Warum beeinflusst Art der Netzanbindung (Direktanschluss, Stecker, Trafo)&amp;nbsp; die Überspannungskategorie: 
 Abhängig von der Netzanbindung eines Elektrogerätes erwartet man unterschiedliche große Spannungsspitzen. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn eine elektrische Überspannung über die Stromleitung ein Hausinstallation erreicht, dann bekommen die ersten Elektrogeräte in dieser Elektroinstallation mehr davon ab, als die Geräte ganz am Ende der Hausverteilung. 
  Beispiel : Ein Stromzähler im Keller ist unmittelbar und über einen großen Leiterquerschnitt mit dem Stromnetz verbunden. Dagegen ist ein Endgerät wie z.B. ein LAN-Router erst nachrangig über Leitungsschutzschalter, externen Niederspannungstrafo und 0,5mm² Kupfer-Litze mit dem Netz verbunden. Sollte eine Spannungsspitze aus dem Versorgungs-Stromnetz kommen, so wird dieser Nadelstich für den Stromzähler intensiver als für den nachgeschalteten LAN-Router. Der Entwickler eines Stromzählers muß sein Gerät für Spannungsspitzen bis 6 kV auslegen, dagegen stellt sich der Entwickler eines Laptops, der nur nach einem Niedervolttrafo betrieben werden kann, auf Spannungsspitzen von nur bis 1,5 kV ein. 
 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 Was hat die Überspannungskategorie mit unseren Überspannungsschutzgeräten zu tun? 
   
  Ganz einfach:  Überspannungsschutzgeräte haben die Hauptaufgabe, den Überspannungspegel soweit herunter zu setzen, dass die nachgeschaltene Endgeräte damit zurecht kommen. Der Überspannungspegel in der AC-Leitung (Stoßspannung) muss durch Auswahl des/der richtigen Überspannungsschutzgeräte (in Reihe) so reduziert werden, dass die Rest-Überspannung zur Bemessungs-Stehstoßspannung des Elektrogerätes passt, die eben mit der Überspannungskategorie des Elektrogerätes ausgedrückt wird. 
 Das bedeutet: ein  Router in Überspannungskategorie I verträgt keine Überspannungen von mehr als 1500 V . Er braucht vorgeschaltete Überspannungsschutzgeräte (Koordination Typ1+2+3) die für ihn den Überspannungspegel auf unter 1,5 kV herunterpegeln (Schutzpegel). 
 Ohne Überspannungsschutz hat ein Gertät wie zum Beipiel ein LAN-Router keine Chance. Alle Elektrogeräte der Überspannungskategorie I und II brauchen einen koordinierten Überspannungsschutz, andernfalls werden diese Elektrogeräte durch Überspannung zerstört. Koordiniert meint: Eine Reihe von aufeinander aufbauenden Schutzgeräte der Stufen: Typ 1+2 und Typ 3 wirken nacheinander.  Ein   Grobschutz Typ1   alleine kann den Router nicht schützen, ein   Feinschutz Typ 3   alleine kann nur bedingt ein nachgeschaltetes Gerät wie z.B. einen Router schützen - die anstehende Energie darf für den Typ 3 nicht zu hoch sein. 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Seit 2016: Einbau von Überspannungsschutz ist Pflicht wenn Endgeräte der Überspannungskategorie I oder II vorhanden sind 
 Mehr zum Thema Überspannungsschutz-Pflicht lesen   hier  . 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Zusatzwissen: Fachchinesisch: 
 
 In diesem Artikel beschrieben wir bisher ausführlich&amp;nbsp;  Überspannungskategorien I bis IV . Bei der Recherche zu diesem Artikel ist uns aufgefallen, dass auf manchen Webseiten von Überspannungs schutz kategorien gesprochen wird. Als Überspannungsschutz-Profi interessierte uns das genauer. Also recherchierten wir in aller Literatur und Normentexte nach diesen&amp;nbsp; sogenannten Überspannungs schutz kategorien. 
 Wir stellen fest: 
  Es gibt keine Überspannungs schutz kategorien  - es gibt nur  Überspannungskategorien.  
 Wenn Sie auf anderen Webseiten zukünftig von Überspannungs schutz kategorien lesen, dann wissen Sie jetzt schon mehr als der dortige Autor. 
  Überspannungs schutz kategorien ist ein Fantasiewort ohne normative Grundlage.   
 In verschiedene Quellen wird das Wort irrtümlich eingesetzt wenn der Autor entweder  Überspannungskategorien  (I,II,III,IV im Zusammenhang mit Isolationsfestigkeit eines elek.Gerätes) oder  Überspannungsschutzgeräte  (Typ1,2,3 früher A,B,C.. im Zusammenhang mit deren Koordinierung) meint. Überspannungsschutzgeräte werden nicht in Kategorien sondern in Typen (oder engl. Class) eingeteilt. Deshalb spricht man von Typ 1, Typ 2 oder Typ 3. 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
 
 
 
 &quot;Überspannungskategorie I bis IV&quot; ist auch nicht gleich &quot;Messkategorie CAT I bis IV&quot;: 
 Manche Autoren anderer Webseiten verwechseln die  Überspannungskategorien  auch mit den sogenannten  Messkategorien CAT I bis IV . Das ist jedoch auch falsch, den:  Überspannungskategorien sind keine  Messkategorien CAT I bis IV  . 
 
 Die  Messkategorien CAT I bis IV  gelten für elek. Messgeräte wie Ampermeter, Voltmeter, Multimessgeräte etc. Die Einstufung der  Messkategorien CAT I bis IV  wird durch die Norm IEC 61010-1 ( Sicherheitsbestimmungen für elektrische Mess-, Steuer-, Regel- und Laborgeräte ) festgelegt. 
 Dagegen werden die  Überspannungskategorien I bis IV  in der Norm  DIN EN 60664-1   VDE 0110-1 ( Isolationskoordination für elektrische Betriebsmittel in Niederspannungsanlagen ) definiert. In dieser Norm gibt es den Begriff oder die Abkürzung CAT nicht.  Zwar ist in beiden Normen die Einteilung der Kategorien und deren Bezeichnung gleich oder sehr ähnlich, aber es geht inhaltlich um verschiedene Sachverhalte. 
 
 
 
 
   
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                            <updated>2018-03-14T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Ist Überspannungsschutz im Vorzählerbereich erlaubt?</title>
            <id>https://www.ueberspannungsschutz.com/wissen/tab-2007-technische-anschlussbedingungen</id>
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                <![CDATA[
                
                                            Die TAB 2007 der örtlichen Versorgungsnetzbetreiber und die VDN-Richtlinie „Überspannungs-Schutzeinrichtungen Typ 1“ regelt was zulässig ist. 
                                        ]]>
            </summary>
            <content type="html">
                <![CDATA[
                 
 Ja, Überspannungsschutz darf im Vorzählerbereich installiert werden. Allerdings ausschließlich nur Typ 1-Ableiter auf Funkenstreckenbasis ohne Betriebsstromverbrauch wie z.B. Funktionsanzeigen und Testschaltung. So fordern es die Technischen Anschlussbedingungen der Netzbetreiber und die Richtlinie für den Einsatz von Überspannungsschutzeinrichtungen. 
 Der sogenannte Vorzählerbereich eines Stromnetzanschluss ist das Hoheitsgebiet des Verteilnetzbetreibers (VNB = Energieversorger/Stadtwerke). Obwohl dieser Leitungsabschnitt bereits im Haus und in den Räumen des Anschlusseigentümers liegt, beginnt seine Zuständigkeit des Anschlusseigentümers erst nach dem Stromzähler. Vor dem Stromzähler entscheidet nur der Verteilnetzbetreiber (Versorgungsnetzbetreiber) über die Eigenschaften und Ausstattung des Netzanschlusses. Der VNB gibt vor, welche Geräte vor dem Zähler für welche Aufgabe eingebaut werden dürfen. Diese Vorgaben sind bezüglich des Überspannungsschutzes klar geregelt in diesen beiden Veröffentlichungen: 
 
 
 
 1. 
 
 Richtlinie für den Einsatz von Überspannungs-Schutzeinrichtugen (ÜSE) Typ 1 in Hauptstromversorgungssystemen 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 2. 
  TAB 2007   das sind die Technischen Anschluss-Bedingungen der regionalen Netzbetreiber Je nach Netzbetreiber gibt es aktuallisiert Fassungen aus 2011, 2012, 2016 
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Diese Richtlinien der Versorgungsnetzbetreiber sind öffentlich zugängig und in der Regel für jederman als PDF erhältlich. Nachfolgend finden Sie den Link zu den Quellen. 
  
 
 1. Richtlinie für den Einsatz von Überspannungs-Schutzeinrichtungen: 
 Ursprünglich waren die Netzbetreiber im Verband der Netzbetreiber - VDN – e.V. beim VDEW organisiert und gaben in dessen Namen Richtlinien für das anschließen an Niederspannungsnetze heraus. Mittlerweile ist der VDN in Nachfolgeorganisation: wie dem FNN/VDE bzw. BDEW aufgegangen. 
 Obwohl der VDN-Verein zwischenzeitlich in Nachfolgeorganisationen aufgegangen ist, wird die von ihm im Jahr 2004 herausgegebene Richtlinie nach wie vor als &quot;Mutter&quot;-Richtlinie angesehen. Die VDN-Richtlinie wird heute auf einem Server des VDE publiziert   www.vde.com (Link zum PDF).  &amp;nbsp; Auf diese VDN-Richtlinie beziehen sich anschließend die später veröffentlichten TAB&#039;s der regionalen Verteilnetzbetreiber. In der VDN-Richtlinie steht (Zitat): 
 
 
 
 Kapitel 3: 
 Voraussetzungen für den Einsatz von ÜSE Typ 1 in Hauptstromversorgungssystemen: 
 
 
 Absatz 3.5: 
 &quot;Es&amp;nbsp; werden&amp;nbsp; ausschließlich&amp;nbsp; ÜSE&amp;nbsp; Typ&amp;nbsp; 1&amp;nbsp; auf&amp;nbsp; Funkenstreckenbasis&amp;nbsp; eingesetzt.&amp;nbsp; ÜSE&amp;nbsp; Typ&amp;nbsp; 1&amp;nbsp; dürfen&amp;nbsp; keinen&amp;nbsp; Betriebsstrom&amp;nbsp; durch&amp;nbsp; Zustandsüberwachungseinrichtungen,&amp;nbsp; z.B.&amp;nbsp; LED verursachen.&quot; 
 
 
 Auszug VDN-Richtlinie 2004 
 
       
 
 
 
 
  Wir empfehlen:  Installieren Sie kombinierte Überspannungsschutzgeräte Typ 1+2 einfach direkt nach dem Stromzähler. Damit sind Sie immer auf der sicheren Seite hinsichtlich der Forderungen der örtlich zuständigen EVU&#039;s/VNB&#039;s. Gleichzeitig ist die Installation nahe am Einspeispunkt und schützt die nachfolgende Elektroinstallation. 
  
 
 2. Technische Anschlussbedingungen TAB 2007: 
 Die Technischen Anschlussbedingungen werden von über 100 verschiedene Netzbetreibern für die jeweilige Region herausgegeben. In Deutschland oranisieren sich die Netzbetreiber über den BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V.. Der BDEW hat zunächst die TAB 2007 als sogenannten &quot;Bundesmusterwortlaut&quot; herausgegeben und zuletzt in 2011 überarbeitet. Deshalb gibt es heute die TAB 2007 in der Fassung 2011.&amp;nbsp; 
 Daneben und zusätzlich können die über 100 einzelnen Netzbetreiber eigene TABs, also eigene Anschlussbedingungen veröffentlichen. Dabei lehenen Sie sich in den wesentlichen Teilen an den Bundesmusterwortlaut der TAB 2007 an. Hier eine unvollständige und beispielmäßige Aufzählung aktueller TABs.    
 
 
 
 TAB 
 Herausgegeben 
 Stand&amp;nbsp; Fassung: 
 Bemerkung 
 
 
  TAB 2007  
 BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. 
 
 2011 
 
 
  hier: direkt zum PDF   
 
 
 
  TAB NS Nord 2012  
 BDEW Landesgruppe Norddeutschland und Landesgruppe Berlin Brandenburg 
 
 2016 
 
 
  zum PDF: Login erforderlich   
 
 
 
  TAB Mitteldeutschland  
 BDEW Landesgruppe Mitteldeutschland 
 
 Juli 2012 
 
 
  hier: direkt zum PDF   
 
 
 
 
 In allen dieser TAB der Netzbetreiber beziehen sich diese auf die obige:  Richtlinie des VDN  aus dem Jahr 2004. Jede TAB enthält im Kapitel 12 den gleichen Absatz mit folgendem Wortsinn: 
 
 
 
 Kapitel 12: 
 Auswahl von Schutzmaßnahmen: 
 
 
 Absatz 4: 
 &quot;Wird&amp;nbsp; ein&amp;nbsp; Überspannungsschutz&amp;nbsp; nach&amp;nbsp; DIN&amp;nbsp; VDE&amp;nbsp; 0100-443&amp;nbsp; mit&amp;nbsp; Überspannungs-Schutzeinrichtungen vom Typ 2 oder Typ 3 nach DIN EN 61643-11 (VDE 0675-6-11) vorgesehen, nimmt der Errichter den Einbau der Schutzeinrichtungen im nicht plombierten Teil der Kundenanlage vor.&quot; 
 
 
 Absatz 5: 
 &quot;Wird&amp;nbsp; ein&amp;nbsp; Überspannungsschutz&amp;nbsp; nach&amp;nbsp; DIN&amp;nbsp; EN&amp;nbsp; 60305 (VDE&amp;nbsp; 0185-305) mit Überspannungs-Schutzeinrichtungen vom Typ 1 nach DIN EN 61643-11 (VDE 0675-6-11) vorgesehen, so dürfen Überspannungs-Schutzeinrichtungen im plombierten Teil der Kundenanlage eingebaut; werden,   sofern sie den Anforderungen der Richtlinie Überspannungs-Schutzeinrichtungen Typ 1  (Anmerk.: gemeint VDN-Richtlinie)  entsprechen.&quot;  
 
 
 
 &amp;nbsp; 
 Der Bundesmusterwortlaut der TAB verweist abschließend wieder auf die obige:  Richtlinie des VDN . Das bedeutet auch die TAB erlaubt im Vorzählerbereich ausschließlich die Installation von Überspannungsschutzgeräte Typ&amp;nbsp; 1&amp;nbsp; auf&amp;nbsp; Funkenstreckenbasis. 
  
 
 Fazit: 
 Trotz der Existenz verschiedener, regionaler TABs beziehen sich die regionalen Verteilnetzbetreiber bei der Auswahl von Schutzmaßnahmen und die Errichtung von Überspannungsschutz immer auf die Richtlinie des Verband der Netzbetreiber VDN e.V.. Netzbetreiber erlauben im Vorzählerbereich keine Geräte die &quot;lecken&quot; können oder einen Betriebsstrom verbrauchen. Aus diesem Grund dürfen im Vorzählerbereich ausschließlich Überspannungsschutzgeräte vom Typ 1 auf Funkenstreckenbasis eingesetzt werden. 
  Wir empfehlen:  Installieren Sie kombinierte Überspannungsschutzgeräte Typ 1+2 einfach direkt nach dem Stromzähler. Damit sind Sie immer auf der sicheren Seite hinsichtlich der Forderungen der zuständigen EVU&#039;s/VNB&#039;s. Gleichzeitig ist die Installation nahe am Einspeispunkt und schützt die nachfolgende Elektroinstallation. 
 Ausblick: 
 Der VDE/FNN arbeitet bereits aktiv an einer Erneuerung dieses TAB-Regelwerks. In Zukunft soll die &quot;TAR Niederspannung&quot; VDE AR-N 4100 für eine Ablösung viele Einzel-Richtlinien und anderer Anwendungsregel sorgen. 
 In der Entwurfsfassung der zukünftigen VDE-AR-N 4100 ist der Überspannungsschutz in der Kundenanlage klar beschrieben: Absatz 11.2.3&amp;nbsp; Zeile 1486 gekürztes Zitat:&amp;nbsp; &quot;Wird in der Kundenanlage ein Überspannungsschutz nach DIN VDE 0100-443 und 0100-534 vorgesehen, dann ist dieser Überspannungsschutz   im gezählten Bereich   der Kundenanlage zu installieren&quot; 
 Die Einspruchsfrist zu dieser VDE-AR-N 4100 ist bereits abgelaufen. Nach erfolgreicher Notifizierung durch die EU-Kommission wird die VDE-AR-N 4100 mit einer Einführungsfrist bis zum 26. April 2019 in das VDE-Vorschriftenwerk übernommen, tritt dann in Kraft und löst dann die VDN-Richtlinie Überspannungs-Schutzeinrichtungen Typ 1 ab. 
   Mehr zu den geplanten Änderungen gibt es hier: VDE   
 
   
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                            <updated>2018-03-06T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Telekom wirbt für kostenlosen Überspannungsschutz</title>
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                                            Die deutsche Telekom versendet bei Gewitter Warnungen und Blitzschutzempfehlungen an Kunden und empfielt: Ziehen Sie alle Stecker - gehen Sie offline!
                                        ]]>
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                <![CDATA[
                 Diese SMS wurde von der Dt. Telekom AG zum Schutz vor Blitz- und Überspannungsschäden an ihre Kunden versendet: 
  Lieber Kunde,  in den nächsten Tagen gibt es für Ihre Region Gewitterwarnungen.  So schützen Sie Ihre elektronischen Geräte vor Schäden:  Bitte trennen Sie kurzfristig während des Gewitters die Verbindung zum Telefon/Internet und Stromnetz.  Mehr unter: http://www.telekom.de/gewitter&amp;nbsp;  Ihre Telekom   
 
 Kostenloser Überspannungsschutz : Ziehen Sie alle Stecker! 
 Nach einem Gewitter führen Blitz- und Überspannungsschäden bei Telekomunikationsdienstleistern zu einem erhöhten Anfrageaufkommen auf den Service-Hotlines. Telekom-Kunden die Sorgen mit ihrem Festnetzanschluss oder Router haben, belagern per Handy die Service-Hotlines.&amp;nbsp; 
 Als Lösung empfehlen Telekomunikationsanbieter den günstigsten Blitz- und Überspannungsschutz den es gibt: Ziehen Sie alle Stecker - gehen Sie offline. 
 
 
 Was nichts kostet und ist wenig Wert... 
 Die Empfehlung der Deutschen Telekom AG ist nachvollziehbar - schützt sie doch damit vor allem ihre Geräte und ihre Geschäftsbeziehung mit dem Endkunden. Für Sie als Kunde ist das aber nur wenig Wert, denn ohne einen richtigen Blitz- und Überspannungsschutz sind Überspannungsschäden an allen anderen Ihrer elektronischen Geräte möglich. Wer kann schon sämtliche Geräte abstecken? Heizungssteuerungen, Backöfen und Solar-Wechselrichter, Wärmepumpen - all diese Geräte sind fest mit der Installation verbunden und können nicht einfach und schnell per Stecker getrennt werden. 
 
 
 Überspannungsschutz kostet wenig und ist sehr viel Wert! 
 Die Installation eines Blitz- und Überspannungsschutz vom Fachmann ist schon für unter 500 Euro möglich. Dafür sind dann aber auch alle Geräte, vor Überspannungen aus dem Stromnetz geschützt - und bleiben auch während eines Gewitters verfügbar. Die meisten Häuser können bereits mit nur einem kombinierten Blitz- und Überspannungsschutzgerät wirkungsvoll ausgestattet werden. Damit können Sie auch bei Gewitter sicher online bleiben und sparen sich zudem noch Zeit und Ärger weil Sie keine Neugeräte anschaffen, keine Altgeräte entsorgen und bei der Versicherung keinen Ausgleich regulieren müssen. 
       
 
   
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                            <updated>2018-02-23T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Schutzpegel und Restspannung - Was ist das?</title>
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                                            Der Schutzpegel U P ist die Kernfunktion eines Überspannungsschutzgerätes. Je niedriger der Schutzpegel, umso geringer ist die Restspannung U res die auf nachfolgende Endgeräte ode Betriebsmittel einwirkt.
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                <![CDATA[
                 
 
 
 
 Schutzpegel U P  = Restspannung U res : 
 Der Schutzpegel ist die Kernfunktion eines Überspannungsschutzgerätes: Das heißt: Senken des anstehenden Überspannungspegels auf ein tolerierbares Maß.  Der Schutzpegel eines Überspannungsschutzgerätes sagt aus, wie weit die  Überspannung reduziert  werden kann. Der Schutzpegel ist die Restspannung (U res ), die auf die nachgeschalteten Geräte einwirkt. Je niedriger der Schutzpegel / die Restspannung, um so besser für die nachgeschalteten Elektrogeräte. 
 Verschiedene Überspannungsschutzgeräte erreichen verschiedene Schutzpegel. Nur in einer Reihe nacheinander (koordiniert) sind die Überspannungsschutzgeräte leistungsfähig. 
 &amp;nbsp; 
 
 
 
 
 
 
 
 
 Schutzpegel bei Nennstrombelastung: 
 
 Die Angabe des Schutzpegels bezieht sich immer auf die Fähigkeit des Gerätes bei einer angennommenen Nenn-Überstrombelastung, z.B. 12,5 kA pro Pol.  Wenn jedoch nur ein Bruchteil des Nenn-Überstroms am Überspannungsschutzgerät ansteht, dann ist der Schutzpegel noch besser bzw. die Restspannung noch niedriger. 
 In der Tabelle rechts verbessert sich der Schutzpegel eines Beispielgerätes von 1.300 Volt (bei Nenn-Übersstrombelastung von z.B. 12,5kA pro Pol) auf unter 900 Volt - wenn der Impulsstrom nur 5 kA beträgt. Mit dieser Restspannung von weniger als 900 Volt kommen die meisten Endgeräte der Überspannungskategorie I oder II zur Recht. 
 
 
 
 
   
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                            <updated>2017-01-08T00:00:00+01:00</updated>
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            <title type="text">Überspannungsschutzsteckdosen - Wie gut sind sie?</title>
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                                            So viel ist klar: Alleine sind Überspannungsschutzsteckdosen vom Typ 3 machtlos Nur mit vorgeschalteten Typ 1+2 stimmt die Schutzkette und schützt wirklich.
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                 Überspannungsschutz für Steckdosen und Steckdosenleisten: 
 In Supermärkten oder Baumärkten sind Überspannungsschutzgeräte als sogenannte Blitzschutzstecker oder als Steckdosenleiste erhältlich. Die Kosten bewegen sich oft unter 20 Euro.  Was ist davon zu halten?  
 Generell sind im inneren der Steckdosenadapter ein Varistor und einen Gasableiter verbaut. Aber diese für einen Überspannungsschutz notwendigen Komponenten sind in  ihrer Leistungsfähigkeit sehr begrenzt . Dafür spricht bereits der geringe Preis. 
 Das die einfachen Überspannungsschutzsteckdosen oder Steckdosenleisten nur für geringe Überspannungen nützlich sind, wird beim nachfolgenden Vergleich mit einem Piezozünder deutlich. Generell gilt: Zu einem wirksamer Überspannungsschutz gehören auch Typ-3-Geräte wie eben Überspannungsschutzsteckdosen. Doch ohne vorgeschalteten Typ 1 und Typ 2 Schutzgeräten im Hausanschlusskasten oder Unterverteiler ist jeder Gerätefeinschutz Typ 3 wirkungslos. 
 Gegen was schützen Überspannungsschutzsteckdosen: 
 Überspannungsfilter in Form von Steckdosenadapter schützen gegen kleine Überspannungen und kleine Spannungsspitzen in etwa im Bereich von 600 Volt bis 2000 Volt. Auf dem Karton eines älteren Gerätes hat der Hersteller noch geschrieben: &quot;maximale Ansprechstoßspannung 2kV&quot;. Also bis 2000 Volt. Für eine höhere Spannung ist ein Feinschutz Typ 3 (früher bezeichnete mit &quot;Anforderungsklasse D oder D-Ableiter&quot;) nicht ausgelegt. 
   
 Heute findet man auf den Umverpackungen und im Datenblatt eines Überspannungsschutzsteckers selten noch Angaben zur maximalen Spannung am Eingang. 
 Stattdessen wird heute über die Stromtragfähigkeit der Geräte informiert: &quot;bis zu 10.000 Ampere&quot; klingt einfach besser als &quot;maximal 2000 Volt&quot;.&amp;nbsp; Strom und Spannung sind jedoch gleichermaßen wichtige Kenngrößen. Was nutzt es, das ein Gerät viel Strom tragen kann, aber kaum Überspannung von mehr als 2kV überlebt? In einigen Datenblättern von diesen kleinen Typ 3-Ableitern stehen deshalb aus gutem Grund Hinweise auf die Notwendigkeit der Installation vorgeschalteter Typ 1 und Typ 2 bzw. Grob- und Mittelschutzgeräte. 
 Alle Überspannungssteckdosen und Steckdosenleisten mit Überspannungsschutz sind per Definition ein sogenannter Feinschutz und als Feinschutz wirken diese Geräte nur  gegen Überspannungsspitzen im Bereich von 600 Volt bis 2000 Volt (entspricht im Bild: max. 2kV).  
 Aber was, wenn der Spannungsimpuls höher ist? 
 &amp;nbsp; 
 &amp;nbsp; 
 Piezofeuerzeuge liefern bereits 15kV: 
 Zum Vergleich: Der Stoßspannungsimpulse eines elektischen Feuerzeugs oder der Piezozünder eines Gasofens kann bis 15 kV erreichen ( Quelle: Wikipedia ). Würde dieser Stoßspannungsimpuls direkt auf einer Phase über die Steckdosenleiste oder den Steckdosenadapter geleitet werden, dann wäre die Eingangsspannung für das Schutzgerät viel zu hoch. Dafür sind diese Typ-3-Geräte nicht ausgelegt. Das bedeutet mit einem kleinen Piezofeuerzeugen und einer Handbewegung kann man einen Überspannungs-Feinschutz Typ 3 und das danach verbundene Endgerät z.B. eine Fritzbox zerstören. Das ist zumindest solang möglich, wie das Typ-3-Schutzgerät alleine im Strompfad installiert ist. arbeitet. 
 Mit welchen Spannungsspitzen und Überspannungsimpulsen muß ich rechnen? 
 Spannungsspitzen haben verschiedene Quellen, sind weder vorhersehbar noch einheitlich groß. Niemand kann sagen wie hoch die nächste Überspannungsspitze sein wird, die Ihre Endgeräte erreichen wird. Erschwerend kommt hinzu, das die Spannungen die in Studien und Prüfaubauten an Messpunkten gemessen wurden, nicht der gleiche dem Spannungspegel sein werden, der das Endgerät erreichen wird. 
 Beispiel: Aus der Blitzforschung weiß man, das Blitzentladungen Spannungspegel um 100-200kV erreichen können. Dieser Wert ist meßbar, wenn man z.B. ein Messgerät an einem Fernsehturm befestigt und wärend eines Blitzeinschlags die Spannung gegen Erde misst.  Würde sich im Innern des Fernsehturms ein kleiner LAN-Router oder ein anderes Endgeräte befinden, so muß dieses Gerät nicht automatisch auch diesen Spannungspegel von 100-200kV erfahren. Schließlich ist das Endgerät in gewisserweise isoliert im Bauwerk aufgebaut und mit der Stromleitung verbunden. Sicher wird eine Überspannung auf das Endgerät einwirken, aber es kann sich dabei nur um ein Bruchteil der 100-200kV handeln. 
 In Endstromkreisen rechnet man mit Überspannungsimpulse zwischen 5 kV bis 100 kV . Diese Überspannungsimpulse entstehen durch einfache Schalthandlungen in elektrischen Stromkreisen oder sie entstehen durch elektrostatische Entladungen .&amp;nbsp; Kleine Spannungsspitzen entstehen im Stromnetz wenn ein Lichtschalter betätigt wird. Große Spannungsspitzen entstehen, wenn ein Netzbetreiber Stromleitungen umschaltet. Auch Blitzentladungen rufen transiente Überspannungen hervor. Überspannungsimpulse dauern oft nur für einen Zeitraum von Mikrosekunden. Die Einkopplung in Ihr hauseigenes Stromnetz ist über die Erde (HES=Haupterdungsschiene) oder über alle anderen Leiter die ins Haus führen, möglich. 
 Die Lösung: Grobschutz-Mittelschutz-Feinschutz arbeiten zusammen: 
 Wie bereits in unserem Artikel zum   Spannungspegel   beschrieben, ist das A und O des Überspannungsschutzes die Reduktion der Spannung auf ein für das angeschlossene Endgerät ertragbares Maß. Der Überspannungsfilter in der Steckdose wird als Feinschutz bezeichnet. Ein Feinschutz kann erst dann wirksam arbeiten, wenn ihm ein Mittelschutz und Grobschutz oder ein kombinierter Schutz vorgeschalten wurde. Der Fachmann spricht nun vom koordinierten Überspannungsschutz. 
 Jedes einzelne Gerät senkt nacheinander den Spannungspegel von mehreren zehntausend Volt auf unter 1000 Volt. Die meisten Endgeräte (auch die der   Überspannungskategorie I  ) kommen mit einer Spannungsspitze in Form der Restspannung von unter 1500 Volt zurecht. 
  Fazit: Wer Überspannungssteckdosen Typ 3 in der Erwartung eines ausreichenden Schutzes installiert, der muß im Hausanschlusskasten oder Unterverteiler einen kombinierten Typ 1+2 errichten. Ansonsten kann man den Steckdosenadapter oder Überspannungsschutzsteckdosenleiste auch weglassen.  
   
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                            <updated>2017-01-07T00:00:00+01:00</updated>
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